Am Samstag dem 10. Januar 2026 ist unser Brackenfreund und Ehrenpräsident Heimo van Elsbergen gestorben.
Während seines Forststudiums wurde er 1971 mit seiner ersten Westfälischen Dachsbracke Mitglied im DBC – eine Verbindung, die bis an sein Lebensende Bestand haben sollte. Von Anfang an engagierte sich der junge Forststudent für unsere Bracken.
1985 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Bracken-Clubs gewählt und hatte dieses Amt 16 Jahre lang bis 2001 inne. Unter seiner Ägide entwickelte sich der DBC vom Regionalclub zum bundesweit tätigen Zuchtverein. Aus der Olper Hasenbracke wurde ein allseits anerkannter Saufinder und Stöberhund für die Bewegungsjagd auf Schalenwild.
Kenntnisreich und wortgewandt trat Heimo in Wort und Schrift für die Erhaltung und zeitgemäße Führung unserer bunten Hunde ein. Er war maßgeblich an dem Standardwerk „Bracken im Jagdlichen Einsatz“ beteiligt und verfasste 2009 die Chronik zum 100-jährigen Bestehen der Westfälischen Dachsbracke.
Für seine Verdienste ernannte ihn die Jahreshauptversammlung des DBC 2001 zum Ehrenpräsidenten. Heimo war zudem Träger des Goldenen Verdienstabzeichens für herausragende Verdienste des DBC, der Leistungsplakette in Bronze des JGHV und der Rüdemann-Plakette in Gold des LJV Nordrhein-Westfalen.
Eine Auszeichnung war ihm jedoch die liebste und sie beschreibt wunderbar den Humor und die Bescheidenheit, die Heimo auszeichneten. Von manchen wurde er „Bracke ehrenhalber“ genannt.
Ein Spruch, den er an den Anfang seiner Chronik über die Westfälische Dachsbracke und eines bisher unveröffentlichten Manuskripts über die Geschichte des DBC und die Bracken gestellt hat, beschreibt eindrücklich, wie er zur Jagd mit Bracken stand:
Und wenn im Wald die Hunde lustig jagen,
So ist’s die schönste Melodie;
Ja selbst in meinen allerletzten Tagen
Niemals, niemals vergess’ ich sie!
Franz von Kobell, um 1830
Heimo van Elsbergen war eine Ausnahmepersönlichkeit. Wir alle haben ihm viel zu verdanken. Unter den Klängen des Halbmond-Bläserkorbs haben wir ihn am 19. Januar in Rheinberg zu Grabe getragen. Niemals, niemals vergessen wir ihn!
Johannes Lang